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Die Meistersinger von Nürnberg: Act 3: "Gleich, Meister! Hier!"

Richard Wagner
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Lyrics

Gleich, Meister, hier! Die Schuh sind abgegeben In Herrn Beckmessers Quartier Mir war's, als rief er mich eben Er tut, als säh' er mich nicht Da ist er bös, wenn er nicht spricht Ach, Meister, wollt mir verzeihn Kann ein Lehrbub vollkommen sein? Kenntet Ihr die Lene wie ich Dann vergebte mir sicherlich Sie ist so gut, so sanft für mich Und blickt mich oft an so bitt'lich Wenn ihr mich schlagt, streichelt sie mich Und lächelt dabei holdselig Muss ich verirren, bittet sie mich Und ist in allem lieblich Nur gestern, weil der Junker versungen Hab ich den Kopf ihm nicht 'nachgerungen Das schmerzte mich, und da entstand Daß nachts einer vor dem Fenster stand Und sagte mir: Und wie ich woll' Da hielt ich ihm den Buckel voll Sie geht nun da was Großes drauf an Auch hat's unsrer Liebe gar wohlgetan Die Lene hat mir eben alles erklärt Und zum Fest Blumen und Bänder beschert Ach, Meister, sprecht doch nur ein Wort! Hätt' ich nur die Wurst und die Kuchen! Hätt' das Gott! Blumen und Bänder seh ich dort Schaut hold und jugendlich aus Wie kamen wir die ins Haus? Ei, Meister, 's ist heut festlicher Tag Da putzt sich jeder, so schön er mag Wär heut Hochzeitsfest? Ja, grenzt das so weit? Das darf mit der Lene weit Zwar Polterabend, denk' ich doch Polterabend? Krieg ich's wohl noch? Verzeiht das, Meister, ich bitt', vergeßt Wir feiern ja heut Johannisfest Johannisfest? Hört, was ich will! Kannst du dein Sprüchlein? So sag es her Meister, ich lern' längst nicht ganz gut Da ist jetzt nichts, wenn Ihr, Meister, ist wohl Gemut Am Jordan Sankt Johannes stand Was? Verzeiht das Gewirr! Mich machte der Polterabend wirr Am Jordan Sankt Johannes stand All Volk der Welt zu taufen Kam auch ein Weib aus fernem Land Aus Nürnberg allgelaufen Sein Söhnlein droht zum Uferrand Geb' ihm da Tauf und Namen Doch als sie dann sich heimgewandt Nach Nürnberg wieder kamen In deutschem Land gar bald sich's fand Daß er am Ufer des so band Johannes dort genannt An der Pegnitz hieß der Hans Hans, Hans, Herr, Meister! 'S ist heut ein langes Band Weil ich an so was gemessen mag! Der Tiedelung, sie für Euch Die Bänder, das nun alles für Euch Ja, hier, kauft, Meister, gern schon Kuchen Möchtet Ihr nicht auch die Wurst versuchen? Schönen Dank, mein Jung, behalt's für dich! Doch heut auf die Wiese begleitest du mich Mit Blumen und Bändern putz dich fein Sollst mein stattlicher Herold sein Sollt ich nicht, wie gebannt, Brautjung'r sein? Meister, ach, Meister, Ihr müßt wieder frei'n Hätt'st wohl gern einen Meister im Haus? Ich mein, es sieht doch viel stattlicher aus Wer weiß? Kommt Zeit, kommt Rat 'S ist Zeit Dann wär der Rat wohl auch nicht weit Gewiß! Es ging schon Rede hin und wider Den Beckmesser, denk' ich, sängt Ihr noch nieder Ich mein, daß der Beut sich nicht richtig macht Wohl, höck' mit! Hab mir's auch schon gedacht Jetzt geh und stör mir den Junker nicht Komm wieder, wenn du schön gericht' So war er noch nie, wenn sonst auch im Bund Kann mir gar nicht mehr denken, wie er kniet wie im Tund