Die Erwartung, D.
Dietrich Fischer-Dieskau & Gerald Moore
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Lyrics
Hör' ich das Pförtchen nicht gehen?
Hat dich der Riegel geklärt?
Nein, es war des Windes Wehen, der durch die Papeln schwirrt
O schmücke dich, du grünbelaubtes Dach, du
Sollst die Hand durch strahlende empfangen
Ihr zwei gebaut ein schattenes Gemach mit
Holler Nacht, sie heimlich zu umfangen
Und all ihr schmeichel Lüfte werden wach und scherz und Spiel
Um ihre Rosenwangen, wenn seine schöne Bürde leicht bewegt
Der zarte, der zarte, der zarte Fuß zum Sitz der Liebe trägt
Stille
Was schlüpft durch die Hecken raschelnd mit eilendem Lauf?
Nein, es scheuchte nur der Schrecken aus dem Busch den Vogel aus
O lösche deine Fackel, Tag!
Erfahr, du geheilige Geist genacht mit deinem holden Schweigen
Breit um uns her den purpurroten Flor
O spinne uns mit geheimnisvollen Zweigen!
Der Liebe Wonne flieht des Lauschers Ohr
Sie flieht des Strahles unbescheiden Zeugen
Nur Hesper, nur Hesper, der verschwiegene allein
Darf still er blicken, tief vertraute sein
Rief es von ferne nicht leise flüsternden Stimmen gleich?
Nein, das war nichts, der die Kreise zieht durch den Silberteich
Mein Ohr umtönt ein Harmonienfluss, der Springquell
Fährt mit angenehmem Rausche, die Blume neigt sich
Bei des Messes Duft und alle Wesen sich wonne tauschen
Die Traube winkt, die Pfirsiche zum Genuss
Die hüppig Schwelle d'inter Blätter lauschen
Die Luft getaucht in der Gewürze Flut, trinkt von der
Heißen Wange her die Glut.Hör ich nicht Tritte erschallen?
Rauscht's nicht den Laubgang daher?
Die Frucht ist dort gefallen von der eigenen Fülle schwer
Des Tages Flammenauge selber bricht in
Süßem Tod, und seine Farben blassen
Kühn öffnen sich im holden Dämmerlicht
Die Kelche schon, die seine Gluten hassen
Still hebt der Mond sein strahlend Angesicht
Die Welt zerschmilzt in ruhig großen Massen
Der Gürtel ist von jedem Reiz gelöst
Und alles Schöne zeigt sich mir entblößt
Seh ich nichts Weißes dort schimmern?
Glänzt's nicht wie seidenes Gewand?
Nein, es ist das Säule flimmern an der dunkeln Tapsuswand
O sinnend Herz, ergötze dich nicht mehr
Mit süßen Bildern fesenlos zu spielen
Der Arm, der sie umfassen will, ist leer
Kein Schattenglück kann diesen Busen kühlen
O führe mir die Liebende nachher!
Lass ihre Hand die Zärtliche mich fühlen
Den Schatten nur von ihres Mantels Saum
Und in das Leben tritt der holde Traum
Und leis wie aus himmlischen Höhen, die Stunde des Glückes erscheint
So war sie genaht ungesehen, und weckte mit Küssen den Freund
Und leis wie aus himmlischen Höhen, die Stunde des Glückes erscheint
So war sie genaht, ungesehen, und weckte mit Küssen den Freund