Chicago
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Strophe 1:
Weit in der Champagne im Mittsommergrรผn,
da wo zwischen Grabkreuzen Mohnblumen blรผhn,
da flรผstern die Grรคser und wiegen sich leicht
im Wind der sanft รผber das Grรคberfeld streicht.
Auf deinem Kreuz finde ich, toter Soldat,
deinen Namen nicht, nur Ziffern, und jemand hat
die Zahl neunzehnhundertundsechzehn gemalt,
und du warst nicht einmal neunzehn Jahre alt.
Ja auch dich haben sie schon genauso belogen,
so wie sie es mit uns heute immer noch tun.
Und du hast ihnen alles gegeben: deine Kraft, deine Jugend, dein Leben.
Strophe 2:
Hast du, toter Soldat, mal ein Mรคdchen geliebt?
Sicher nicht, denn nur dort, wo es Frieden gibt,
kรถnnen Zรคrtlichkeit und Vertrauen gedeihn.
Warst Soldat, um zu sterben, nicht, um jung zu sein.
Vielleicht dachtest du dir, ich falle schon bald,
nehme mir mein Vergnรผgen wie es kommt mit Gewalt.
Dazu warst du entschlossen, hast dich aber dann
vor dir selber geschรคmt und es doch nie getan.
Strophe 3:
Soldat, gingst du gleich und gern in den Tod?
Oder hast du verzweifelt, verbittert, verruht
Deinen wirklichen Feind nicht erkannt bis zum Schluss
Ja auch dich haben sie schon genauso belogen,
so wie sie es mit uns heute immer noch tun.
Und du hast ihnen alles gegeben: deine Kraft, deine Jugend, dein Leben.
Strophe 4:
Es blib nur das Kreuz als die einzige Spur
von deinem Leben. Doch hรถr meinen Schwur
fรผr den Frieden zu kรคmpfen und wachsam zu sein.
Fรคllt die Menschheit noch einmal auf Lรผgen herein,
dann kann es geschehn, daร bald niemand mehr lebt,
niemand, der die Milliarden von Toten begrรคbt.
Doch es finden sich mehr unhd mehr Menschen bereit,
diesen Krieg zu verhindern, es ist an der Zeit.
Ja auch dich haben sie schon genauso belogen,
so wie sie es mit uns heute immer noch tun.
Und du hast ihnen alles gegeben: deine Kraft, deine Jugend, dein Leben.