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Fragebogen

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Diesen Fragebogen fรผll'n Sie bitte aus, denn nur so finden wir heraus, was Sie denken, was Sie fรผhlen, was Sie glauben, was Sie tun, ob Sie rechts, ob Sie links oder allerseits immun. Macht die Arbeit Ihnen Freude, welche รผben Sie denn aus? Sind Sie hรคufig in der Kreide oder aus dem Schneider raus? Glauben Sie ans Weiterleben, mรถchten Sie ein eignes Haus, leiden Sie an Depressionen, kenn'n Sie sich in Deutschland aus, fรผhlen Sie sich รผberfordert, sind Sie rundherum gesund, wรคr' ein Kaiser Ihnen lieber, hab'n Sie Katze oder Hund, wie oft wechseln Sie den Partner, kleiden Sie sich oftmals bunt, liefen Sie schon einmal Amok, und wenn ja, was war der Grund? Unvermeidlich, unausweichlich kommen wir zu Absatz zehn, und erst hier wird sich entscheiden, ob Sie unsren Test bestehn. Die Erforschung Ihrer Meinung ist ein nationales Muss, eine leserliche Druckschrift wird gewertet als ein Plus. Nennen Sie in knappen Worten, welcher Tick, welche Manie, dumpf in Ihrer Seele horten. Welchen Wagen fahren Sie? Sind Sie stolz auf irgend etwas, glauben Sie, wer will, der kann, und seit wann sind Sie versichert, geben Sie Ihr Alter an! Was verstehn Sie unter Liebe, haben Sie das Abitur, รผben Sie sich in Karate, wohin gehen Sie zur Kur, wรคren Sie des Mordes fรคhig, spielen Sie ein Instrument, haben Sie ein Buch gelesen, sind Kommunen dekadent, sind Sie mรคnnlich oder weiblich, wie seh'n Sie den Unterschied, auf was hoffen Sie vergebens, kennen Sie ein Heimatlied, essen Sie gern vegetarisch, leiden Sie an Selbstkritik, was versteh'n Sie unter arisch, hรถren Sie oft Marschmusik? Was ist Ihre Lieblingsfarbe, denken Sie zuweilen nach? Und wenn ja, erklรคr'n Sie bรผndig, was dafรผr, dagegen sprach. Wie oft wechseln Sie den Wohnsitz, planen Sie ein Attentat, meinen Sie, dass Frauen dumm sind? Nennen Sie uns ein Zitat! Glauben Sie, Gewalt sei schรคdlich, wie viel Stunden schlafen Sie, finden Sie den Fortschritt lรถblich, brauchen wir die Infant'rie, geh'n Sie manchmal ins Theater, ist der Strafvollzug gerecht, welchen Dienstgrad hat Ihr Vater, glauben Sie, der Mensch ist schlecht? Und jetzt komme ich zu Worte, ich, die Ihnen Antwort stand: Da Sie denken, dass Sie wissen, was ich wo und wie empfand, ob ich der Gemeinschaft nรผtzlich und genehm dem Vaterland, mรถchte ich so trefflich sagen, was bereits bei Goethen stand! Sollt' es Ihnen nicht gelingen, meinen Hinweis zu versteh'n, bitt' ich Sie, bei Berlichingen unverzรผglich nachzuseh'n: Dritter Akt und vierte Szene weisen Sie verlรคsslich ein! Und ich stimme, nota bene, in den Ausspruch, der nicht fein.