Tristan und Isolde: Akt I, Szene II. "Hab acht, Tristan! Botschaft von Isolde" (Kurwenal, Tristan, Brangäne, Schiffsvolk, Ritter und Knappen)
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Lyrics
Hab acht, Tristan! Botschaft von Isolde!
Was ist? Isolde?
Von meiner Herrin, ihr gehorsam was zu hören
Meldet hört' ich mir die traute Magd
Mein Herr Tristan! Euch zu sehen
Wünscht Isolde meine Frau!
Grämt sie die lange Fahrt?
Die geht zu End'
Eh' noch die Sonne sinkt
Sind wir am Land
Was meine Frau mir befehle
Treulich sei's erfüllt!
Zurück Herr Tristan zu ihr gehn
Das ist der Herrin Wunsch
Wo durch die grünen Fluren
Dem Blick noch blau sich färben
Harrt mein König meiner Frau
Zu ihm sie zu geleiten
Wart', nah ich mich berichte
Deinem gönnt' ich diese Gunst
Mein Herr Tristan, höre wohl!
Deine Dienste will die Frau
Dass du zur Stell' ihr wartest
Dort, wo sie deine harrt
Auf jeder Stelle, wo ich steh'
Getreulich bin ich ihr
Der Frauen höchste Ehr'
Ließ ich das Steuer ihr zur Stund'
Will endlich sichern den Kehl
Zu König Markes Land
Tristan, mein Herr, was gönnst du mich?
Dünkt ich mich deutlich getörnt habt
Hör meiner Herrin Wort!
So hieß sie sorglich zagen
Gewiss im Eigen holde
Forscht der Herrin sie Isolde
Darf ich die Antwort sagen?
Was wohl erwidertest du?
Was saget sie der Frau Isold?
Wer Cornwall's Kron' und Englands Heer
An Irland zweit vermacht
Der kann der Magd nicht eigen sein
Die selbst dem Ohm er schenkt
Ein Herr der Welt, Tristan der Held
Ich ruf's, du sag's und treu' es
Mir tausend Frau Isolde
Der Pogel zog zum Meere her
In Cornwall sie zu haben
Ein Eiland schwimmt auf ödem Meer
Da liegt er nun begraben
Sein Haupt doch hängt im Irenland
Als Zins gezahlt von Engeland
Hei! unser Held Tristan
Wie der Zins zahlen kann!