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Eine Leichenphantasie, D. 7

Dietrich Fischer-Dieskau & Gerald Moore
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Lyrics

Mit erstorbenem Scheine steht der Mond auf toten, stillen Hainen Seufzend streift der Nachtgeist durch die Luft Seufzend streift der Nachtgeist durch die Luft Nebelwolken schauern hoch Sterne trauern bleich herab wie Lampen in der Gruft Gleich Gespenstern stumm und hohl und hager zieht In schwarzem Totenmunde dort ein Gewimmel nach dem Leichenlager unterem Staueflor der Grabmacht fort Zitternd an der Krücke, wer mit düster'm rückgesunk'nem Blicke Ausgegossen in ein heulend Ach, ausgegossen in ein heulend Ach Schwer geweckt vom eisernen Geschicke, schwankt dem stumm getrag'nen Sorge nach, schwankt dem stumm getrag'nen Sorge nach, floss es Vater, von des Jünglings Lippe, floss Es, Vater, von des Jünglings Lippe Nasses Schauer, Schauer fürchterlich Durch sein gramgeschmolzenes Gerippe Seine Silberhaare bäumen sich Aufgerissen seine Feuerwunde durch die Seele Höllenschmerz "Vater, floss es von des Jünglings Munde, so gelispelt hat Das Vaterherz." Eiskalt, eiskalt liegt er hier im Tuche Und ein Traum, so golden einst so süß Süß und golden, Vater, dir zum Fluche Eiskalt, eiskalt liegt er hier im Tuche Deine Wonne und dein Paradies!Mild, wie umweht von Elysium's Lüften, wie aus Aurolas Umarmung geschlüpft, himmlisch umhürtet Mit rosichten Düften, Florenz' Saal über das Blumenfeld lüft' Tiernössische MelodieFlog er einher auf den lachenden Wiesen Nachgespiegelt von silberner Flut, Wollustflammen Entsprühten den Küssen, jagten die Mädchen in liebende Glut Mutig sprang er, im Gefühle der Menschen Mutig sprang er, im Gefühle der Menschen Mutig sprang er, im Gefühle der Menschen Mutig sprang er, im Gefühle der Menschen wie ein jugendlich Reh Himmel umflog er, Himmel umflog er in schweifenden Wünschen, hoch wie der Adler, in wolkichter Höh' Stolz wie die Rosse sie sträuben und schäumen, werfen im Sturme Die Mähden umher, königlich wider den Zügel sich bäumen, trabt er Vorst'gen und fürsten, ah er, vorst'gen und fürsten, ah er, ah er Heiter wie Frühlingstag schwammt ihm das Leben, flog Ihm vorüber in Hesperus' Glanz, Klagen ertränkt er im Gold der Reben, Schmerzen verhülpft er im wirbenden Tanz Wölfen schliefen im herrlichen Jungen Haben er einstens zum Wangereift Freue dich, Vater, im herrlichen Jungen, im herrlichen Jungen Im herrlichen Jungen, wenn einst die schlafenden Keime gereift Nein doch, Vater! Horch! Die Kirchhofftüre brauset und die ehernen Angel klirren aus Wie's hinein ins Grabgewölbe grauset Nein doch, laß den Tränen ihren Lauf!Ola im Falle der Sonne Freu dich weiter Der Vollendung zu lösen Um den Edlen Durst nach Wonne grabend Bundner in Walhalla ruht in Walhalla ruh Wiedersehn! Himmlischer Gedanke Wiedersehen Wiedersehen! Dort an Edens, An Edens Tor! Wiedersehn! An Edens Tor! Horch der Sarg versinkt Der Sarg versinkt mit dumpfem Geschwank, mit dumpfigem Geschwank Immer schnurrt das Totenteil Wem schnurrt das Totenteil empor empor? Da wir trunken um einander rollten Lippen schwiegen und das Auge sprach Haltet! Haltet da, wir boshaft grollten Aber Träne stürzt den Wärmer Noch, stürzt den Wärme noch Mit erstorbnem Scheine Steht der Mond auf toten stillen Hainen Seufzend streift der Nachtgeist durch die Luft Seufzer streift der Nachtgeist durch die Luft Nebelwolken schauern Sterne trauren gleich herab wie Lampen in der Gruft Dumpfig schallerts Dumpfer schallerts überm Sarg zum Hügel Überm Sarg zum Hügel Wo um Erdbals Schätze nur noch einen Blick Noch einen Blick, noch einen Blick Starr und ewig schließt des Grabes Riegel Dumpfer, dumpfer Dumpfer schallerts Überm Sarg zum Hügel Überm Sarg zum Hügel Nimmer gibt das Grab zurück Nimmer gibt es Grab zurück, das Grab zurück