Das Rheingold, Scene 2: Schwester! Brüder! Rettet! Helft!
Josephine Veasey, Robert Kerns, Gerhard Stolze, Donald Grobe, Simone Mangelsdorff, Herbert von Karajan, Berliner Philharmoniker
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Lyrics
Spitzbar, grün und roter Turm!
Auf ihn!
Nah drücken alles
Rettet!
Ah!
Über Stock und Stein zu Tal stampfen sie hin
Durch des Rheines Wasser fort baden die Riesen
Fröhlich licht hängt Freya an den Raunen über dem Rücken
Heia, heim!
Wie taumeln die Tölpel dahin!
Durch das Tal tanzen sie schon
Wohl ein Riesenheims Barke, erst halten sie ihr Rast
Was sind nun Wotan so wild?
Den sel'gen Göttern, wie geht's?
Trügt mich ein Nebel?
Neckt mich ein Traum?
Wie bang und bleich verblüht ihr so bald?
Euch erlischt der Wangen Licht, der Blick eures Auges verblitzt
Frisch, mein Froh!
Noch ist's ja früh
Deiner Hand, Donner, entsinkt ja der Hangarm
Was ist's mit Frikka?
Freut sie sich wenig, ob Wotans grämlichen
Grau, das schier zum Greisen ihn schafft?
Weh!
Weh!
Was ist geschehen?
Mir sinkt die Hand
Mir stacht das Herz
Jetzt fand ich's
Hört, was euch fehlt
Von Freyas Frucht genosset ihr heute noch nicht
Die goldenen Äpfel in ihrem Garten, sie machten euch tüchtig und jung
Aßt ihr sie jeden Tag?
Des Gartens Fliegerin ist nun verpfändet
An den Resten darbt und dorrt das Obst bald fällt faul es herab
Mich kümmert's minder, an mir ja karrte
Freya von je, knausend die köstliche Frucht
Denn halb so echt nur bin ich wie selige Elu
Doch ihr setzt denn alles auf das jungen Obst?
Das wussten die Riesen wohl
Auf euer Leben legten sie's an, und tat mich ihr das bad?
Nun die Äpfel alt und grau, greis und grämlich
Welken zum Spott aller Welt
Her stirbt der Götter Stamm