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Krähenpsalme

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Lyrics

Raureif klammert sich an Halme Über Feldern schnarren Krähen ihre Krähenpsalme Von Verwesung und was tief in der Erde lauert Die eine wahre Religion, die alles Leben überdauert Wieder habe ich 12 Monde verbracht Wieder so getan, als hätte mir das nichts ausgemacht Ein Wimpernschlag und es ziehen die Dekaden Hin zu sternenloser Nacht, zu den letzten Gestaden Jedes Feuerwerk hat seinen Zauber verloren Der Quell des Lebens zu Essig vergoren Einsame Jahre hängen in altersschwachen Gliedern Beklagt in den immer gleichen Liedern, wieder und wieder Zu lange Herbst, zu lange welk Leben wie ein Blatt zu Boden fällt Taumelnd und treibend, doch immer strebend Dem Ende entgegen Wenn der Schnee kommt und das Land bedeckt Der Wind nach Kälte und nach Lethe schmeckt Was mit schwieligen Händen erschaffen, reißt es alles ein Lasst mich zwischen Wurzeln liegen und vergessen sein Ziellos streifend durch Dezemberwälder Letztlich blieben nur Ruinenfelder Einsame Tränen und zerfurchte Haut Zitternde Hände haben jedes Monument umsonst gebaut Nie geschlagen eine verdammte Kerbe In Yggdrasils Ranken als mein Erbe Kein Harz, das aus Wunden tropft und quillt Wenn mich die letzte Nacht umhüllt Nichts hat Bestand Nichts hat Substanz Zwischen Käfern und Würmern erklingen die Krähenpsalme Nichts hat Bestand Nichts hat Substanz Oh, wie sie alle Hoffnungen schnarrend zermalmen