Von Adel seyn
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Lyrics
Refrain:
(ER)
Ich bin hier um euch zu freien
Oh schรถnste aller Holden
Fรผr euch will ich von Adel sein
Und meinen Stand vergolden
Oh hรถrt mich an und laรt mich ein
In euer Kรคmmerlein
(SIE)
Ihr armer Wicht, wenn Ihr von Adel seid
Wo sind denn Euer langes Haar und euer feines Kleid?
(Langes Haar und feines Kleid?)
Ihr armer Wicht, wenn Ihr von Adel wรคrt
Wo sind denn Euer stolzes Ross und euer edles Schwert?
(Stolzes Ross und edles Schwert?)
Ihr armer Wicht, ich seh es ganz genau
Wenn Ihr von wahrem Adel wรคrt, wรคr Euer Blute blau!
(Mein Blute blau?)
Du armer Wicht, ja das geschieht dir recht
Dein Haar, dein Schwert, dein Blut war'n falsch, nur deine Dummheit, die war echt!
(Echt?)
1.
Ein Bauernjรผngling einstmals sah des Fรผrsten Tรถchterlein
Und er verfiel ihr ganz und gar, ja wollte er sie freien
So schlich er nachts zum Burgenhaus, nahm die Gefahr in Kauf
Machte ihr Gemach gar aus und schrie zum Fenster rauf
2.
So รผberlegt er kurz und knapp und schnitt sich fรผrder dann
Nen langen Schweif vom Gaule ab, harzt ihn ans Haupte an
Dann lieร er sein letztes Geld beim feisten Schneiderlein
Ward bald mit buntem Tuch entstellt - rief in die Nacht hinein
3.
So versetzte er im Leiden und wohl auch im รbermut
Hof und Stall und Vieh und Weiden, all sein Hab und Gut
Und erstand ein Klepperpferd, log restlich Silber an
Fรผr ein gar rostig Sรถldnerschwert und ritt zur Burg herdann
4.
So stahl er sich ein Tintenfaร aus unser'm Schreiberhaus
Und trank es ohne Unterlaร in einem Zuge aus
Und mit der ganzen Blรคue drin, die wahrlich ihm auch nicht bekam
Schleppte er zur Burg sich hin, und seine letzten Worte war'n