Parsifal, Act III: O Herr! War es ein Fluch – Die heil'ge Speisung bleibt uns nun versagt
Popularity · Low
Listen
YouTube
0:00 / 0:00
Loading YouTube player...
Lyrics offset
Synced
Lyrics
Ruhe
War es ein Fluch, der dich vom rechten Pfad vertrieb?
So glaubt, er ist gewichen
Hier bist du, dies des Kreuzgebiet
Dein Harret seine Ritterschaft
Ach, sie bedarf des Heiles, des Heiles, das du bringst
Seit dem Tage, den du hier geweint, Trauer, so da
Kunzt dir wahr, dass handeln uns zur Höchstentum
Am Fortaß, gegen seiner Wunden, seiner Seele Qual
Sich wehret, begehrt in wütendem Trotze nun den Tod
Kein Flink, kein Elend seiner Ritter bewog
Ihn mehr des heiligen Amts zu walten
Im Schrein verschlossen bleibt seit lang der Qual
So oft sein sünd'gen reiger Ritter, da er nicht
Sterben kann, an die er ihn erschaut, scheint Ende
Zu erzwingen und mit dem Lebensweide Qual zu enden
Die heil'ge Speisung bleibt uns nun versagt
Denn meine Atzung muss uns nähren
Darum versiegt mir unsere Heldenhaft
Die kommt uns Botschaft mehr noch Ruf
Zu heil'gen Kämpfen aus der Ferne
Bleib und elend, wankt umher die Mut und fürrerlose Lieberschaft
In dieser Waldheck park ich selber mich, des Todes
Still gewertig, dem schon mein alter Waffenherr verfiel
Denn Titurel, mein heil'ger Held, den nun des Grades
Anblick nicht mehr lade, ich schweig, ein Mensch wie alle
Und ich, ich bin's, der all dies Elend schuf
Ach!
Welcher Sünden, welches Treffes Schuld muss
Dieses ohren Bauch seit Ewigkeit belasten?
Da keine Buße, keine Seele der Blindheit mich entwindet
Zur Rettung selbst ich auserkoren, in ihr nichts will
Verloren, der Rettung letzter Pfad mir schwindet