Skip to content

Einsamkeit, D. 620: "Gib mir die Fülle der Einsamkeit"

Dietrich Fischer-Dieskau, Gerald Moore
Popularity · Low

YouTube

Searching YouTube...

Lyrics

Gib mir die Fülle der Einsamkeit Im Tal von Blüten überschneit, da ragt ein Dom und nebenbei in hohem Stile die Abtei Wir begründen Fromm und Still der müden Hafen und Asyl Hier kühlt mit heiliger Betauung die nie versiegende Beschauung Hier kühlt mit heiliger Betauung die nie versiegende Beschauung Auch den frischen Jüngling quälen, selbst in gottgeweihte Zellen Wird er feuriger versjüngt und ein wilder Strom entspringt Und ein wilder Strom entspringt aus der Brust, die er umdämmt Und in einem Augenblick ist der Ruhe Zartes Glück von den Wellen weggeschwemmt Gib mir die Fülle der Tätigkeit Männchen wimmeln weit und breit; Wagen kreuzen sich und strömen Häufers sich Mueblee treiben; Rotes Gold und Heller Stein lockt die Zögernden hinein; rotes Gold und heller Stein lockt die Zögernden hinein Als Ersatz für Landestrühle bieten Maskenball und Bühne Und Ersatz für Landestrühle bieten Maskenball und Bühne Doch in prangenden Palästen, bei der Freude lauten Feste, spricht Empor der Schwermuts Blume, senkt ihr Haupt zum Heiligtume seiner Jugend Unschuldlust, zu dem Blauen Hirtenland und der lichten Quelle Rand Zu dem blauen Hirtenland und der lichten Quellrand Ach, daß er hinweg gemusst! Gib mir das Glück der Geselligkeit! Freundlich angereit der Tafel stimmet Chorus an und Eben an die Felsenbahn und eben an die Felsenbahn So geht's zum schönen Hügelkranz und abwärts zu der Stromes Tanz, zum Hügelkranz und abwärts zu der Stromes Tanz Und immer mehr und immer mehr befestigt sich Neigung mit treuer heftiger Verzeigung Doch wenn ihm die Freunde schieden, ist's getan um seinen Frieden Ihn bewegt der Sehnsucht Schmerz, und er schaut Himmelwärts, das Gestirn der Liebe strahlt Liebe, Liebe, ruft die laue Luft Liebe, Liebe, atmet Blumenduft, und sein innres Liebe halt Gib mir die Fülle der Seligkeit Nun wandelt er in Trunkenheit an Ihrer Hand in schweigenden Gesprächen Nun wandelt er an ihre Hand im Ofengang an weißen Bächen Und muss er auch durch Wüsten neien, ihm leuchtet süßer Augenschein Und in der feindlichsten Verwirrung vertrauet er der holden Führun Und in der feindlichsten Verwirrung vertrauet er der holden Führung Doch die Särge großen Ahnen Sie gekronet Sturmesfaden, lassen ihm nicht für Der Ruh, und er muss ein Gleiches tun und wie Sie unsterblich sein, wie sie unsterblich sein Sie ersteigt aufs hohe Pferd, schwingt und prüft Das blanke Schwert, gleitet in die Schlacht hinein Diebe mir, die Fülle der Düsterkeit! Da liegen sie im Blute hingestreut Die Lippe starrt, das Auge wild gebrochen Die erst dem Schrecken trotz gesprochen Kein Vater kehrt den seinen mehr' und heimwärts Kehrt ein anderer her, und denen Krieg das Teuerste Genommen, begrüßen nun mit schmerzlichem Willkommen So deucht ihn des Vaterlandes Wächter, ein ergrimmter Bruder Schlichter, der der Freiheit wedelt gut, dünkt Mit rotem Menschenblut und verflucht den tollen Ruhm Und tauschet lärmendes Gewühl mit dem Forste grün und kühl Mit dem Waldesleben Ruhem tauschet lärmendes Gewühl Mit dem Forste grün und kühl, mit dem Waldesleben Ruhem Gib mir die Weide der Einsamkeit Durch dichte Tannendunkelheit dringt Sonnenblick Nur halb und halb und färbet nadelschichten Falb Der Kuppe Bruch aus Zweigeflecht, an grauer Rinde pickt der Specht Und dongen über Klippenhängen geht des Kiesvers kühne Strömung Was er wünschte, was er liebte, ihn erfreute, ihn betrübte Schwebt mit sanfter Schwärmerei wie im Abendrot vorbei Jünglings Sehnsucht, Einsamkeit wird dem Greise Nun zuteil, und ein Leben rau und steil führte Doch zur Seligkeit, führte doch zur Seligkeit