Tristan und Isolde: Akt II, Szene II. "Getäuscht von ihm, der dich getäuscht" (Isolde, Tristan)
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Lyrics
Getäuscht von ihm, der dich getäuscht
Wie mußt' ich Liebe nun nicht leiden!
Die an des Tages falschen Prangen
Von eines Leidens Tur gefangen
Dort, wo im Liebe heißen Feste
Im Zicke der Zwerge, will ich hapse!
Ach! wenn das Herz sich klage
Mich Herzens tief in Wonne
Den dort ich heilig fand
Wie ängstlich du arg
Denn in des Tages Scheide
Die treu'ge Hülfe meine
Der Liebe Blick entspannt
Da stellst du nur vor mir Statt
Dass nicht mehr ich gewiß
Den Licht des Tages heute bring'
Dorthin, in der Nacht
Dich mit mir sähn'
Wo der Täuschung Ende
Dein Herz mir vergiß
Wo des Trugs geahnter Wahn
Zerrenne
Dort will zu dringen
In der Minne mit dir
Mich im Verein
Wollt' ich dem Tode weihn!
Deinem andern süßen Gut
Habs ich in der Tandem Seh' mir gut
Dass mich die Ahn' dir nicht verließ
Sollt' der Gott mir die Sühne verhieß
Da erdämmerte mild der Hahne Nacht
Im Busen mir die Nacht
Mein Tag war da vollbracht!
Doch ach! mich täuschte der falsche Trank
Daß ich von neuem die Nacht versank
Im einst'gen Tagen lag
Denn kam mir wieder der Tag
Durch deinen Tranke
Weilt' eine Zart'
Weilt' eine Zart' des Herzens Pracht
Durch des Todes Turm
Wo er mich floß
Weit und oft in der Mühle Schloß
Darin ich schon zur Träume gewacht
Das wunderreiche Nacht
Und dem Bild des Herzens
Wärgendem Schrei
Scheuchte des Tages tauschender Schein
Das Nachtlicht in mein Auge
Wolle zu sehen taugen
Doch das Licht, an sich nur erscheuchte Tag
Mit einem Söhn' im Rat sich fand
Aus dem unsäumt' die dämmernde Nacht
Auf des Tag' besteh'nes Königstags
Daß des Todes ihn vertreiben
Und ein Sach, in einer Pracht
Schimmernd dort zu leben
Wie ertrug ich's nur?
Nun um wahre wir Nacht vermeide
Nur tüchtig der Tages Leid bereite
Tränen kann uns ein Trug
Nur noch nicht mehr täuschen sein Lug
Seine eitle Pracht
Seinen tränenden Schein
Verlacht, wenn die Nacht den Blick geweint
Seines flackernden Lichtes
Flüchtige Blitze
Blenden uns nicht mehr
Werde so
Vertraut des Tages Rllgen
Blum' und lhrig macht'gen Wind
So schimmernd hell
Wie all'gelebte Sonnen
Sind sie von dem Zerstonnen
In des Tages deinem Quelle
Bleibt nur die einzig Seele
Dass jeden Herbst und halbe Nacht
Oh, nur mit dir ich danken kann
Liebeswonne im Blatt!