Angstkathedrale (Canterbury version)
LBU
Popularity ยท Low
YouTube
Searching YouTube...
Lyrics
Ein groรer Raum. Eine Kerze.
So klein und fern, wรคrmt mich nie.
Sie scheint nicht gegen die Schwรคrze,
vielmehr verdichtet sie sie.
Kein Hauch beendet die Reise
zur Flamme. Kein Flackern schenkt
dem Schatten Flucht vor der Weise,
wie er im Raum reglos hรคngt.
Auf Knien, die Hรคnde im Rรผcken
gefesselt, Stirn auf dem Stein.
Der Saal so weit, doch erdrรผckend.
Unfassbar hoch, wie ich klein.
Ich bin das Zentrum der Leere.
Kein Tor, keine Fenster in Sicht.
Die Angst hรคngt scharf aus der Sphรคre.
Ich duck' mich vor dem Gewicht.
Ein Schluchzen dringt von den Wรคnden,
wie Wellen von kaltem Sand;
von weiten, eiskalten Strรคnden
an denen nie jemand stand.
Ich mรถchte meine Hรผlle wiegen, wild und sanft zugleich, zum Trost.
Doch ich bleib stattdessen liegen in gelรคhmter Vibration.
Ich spรผr im Blut das Chaos summen, liedlos in Isolation.
Die Panik lieร mich lรคngst verstummen, hรถr nur das Blut, das in mir tost.
Ich trรคume mir ein Gewitter
und Farben zwischen das Blei.
Die Furcht, sie schmeckt mir so bitter.
Das Herz zu eng fรผr den Schrei.
Ach kรถnnte ich doch endlich schlafen oder wรผrde einfach wach.
Wollte mich nie so bestrafen oder lassen und ich bleib
dort an jenem Punkt gefangen, der dem Glรผck im Mutterleib
am weitesten entfernt; vergangen, ich erinnre mich nur schwach.
"Du reichtest den Erbauern so treu die Steine;
ein Leichtes sie zu mauern, es war'n alles deine.
Ein Bau, monumental, und du sahst niemals die Gefahr.
Durchschautest nicht einmal, dass es schon dein Gefรคngnis war - so reiht sich Jahr an Jahr."
Ich trรคume mir ein Gewitter
und Farben zwischen das Blei.
Die Furcht, sie schmeckt mir so bitter.
Das Herz zu eng fรผr den Schrei.
Und alle sind lรคngst vergangen.
Und die Trรคnen laufen dir
รผber deine Wangen,
unkontrolliert.
Verlangen
regiert.