Walpoesie
Popularity ยท Low
YouTube
Searching YouTube...
Lyrics
Schรถn ist der Wald, wenn der Tag sich neigt,
Wenn feiner Nebel hoch vom moosgen Boden steigt
Und Vรถglein singen sacht zum Ruhgeleit -
Dann mirs die Brust vor arger Schwere feit
Doch in der Hรถh des Walds kann ich schon sehen,
Geliebte Dรคmmerzeit - musst gehn
Musst weichen schon dem kalten Mondeslicht,
Das sich bald schaurig in den Wipfeln bricht...
Was raschelt hinterm Busche dort?
Was regt im Holz sich immerfort?
Wer heult im fernen unentwegt?
Was hat sich eben da bewegt?
Es ist nur mein Geist, der mir einen Streich zu spielen gedacht,
Denn hier ist nichts - nur Nacht, nur Nacht, nur Nacht!
Mein Herz schlรคgt wild vom Schrecken der sich nun gelegt,
Doch was war da? Da hat sich wieder was geregt!
Ists wohl der Teufel selbst der mich nun holt von diesem finstren Ort?
Wer es auch ist - Hinfort Unhold! Hinfort!
Weg, nur weg, nur weg von hier, mich fรผrchtets wie ein Kind!
Doch jeder Baum scheint gleich - es ist ein Labyrinth
In jedem Winkel ein hรถhnisch Lachen klingt
Und jeder Blick mir neues Grauen bringt
Stille, ja Stille - verstummt und verhallt
Das Rascheln, das Raunen, kein Klang mehr erschallt
Doch wo bin ich? Was tu ich - hier tief im Wald?
Ersinne den Morgen, ach kรคm er doch bald
Verirrt und vergessen - den Lieben entrissen,
Einsam, verloren - mein Wille... Verschlissen...
Doch, was glรคnzt dort in der Fremde?
Ein Funkeln bricht durchs Geรคst
Die Lichtung, die Lichtung nicht ferne!
Nun seh ichs, ja seh ichs unds lรคsst mein Herze erblรผhn!
Welch Lichtfest! Welch Glรผhen!
Ein Blick noch zurรผck - den Augen kaum trauend
Denn kaum konnt ichs schauen
Hinweg war das Grauen - nur Friede im Wald