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Nichts Neues

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Wir haben Jahreszeiten, Tageszeitungen und Terminkalender Ganz genaue Plรคne, wo es lang geht Bewegungsmelder, Urlaubsbilder, Lieblingsrestaurants Und Telefone, wo man dran geht Kรผhlschrรคnke voll von krankem Konsumverhalten Banken zum hingehen Und Sonnenbrillen, die uns gut steh'n Der Kampf ums nackte รœberleben ist uns fern wie ein anderer Stern Von dem du gerade mal weiรŸt, dass der um die selbe Sonne kreist Dort gibt es Regenzeit und Trockenzeit sowieso und jede Menge Zeit Man nennt den Monat nach der Frucht, die reift Ratten, Krรคtze, Kakerlaken, dreckig und heiรŸ Und ganz normal, dass man sein Geburtsdatum nicht weiรŸ Sieben Kinder, Wรคsche von Hand, hartes Brot in den Mund Hart und salzig und ungesund Und die Freiheit zu wรคhlen wohin man geht Ist so fern wie ein anderer Planet Von dem man nicht mal weiรŸ, wie er heiรŸt Und die Trรคgheit des Seins lullt alles ein Und macht es uns leicht zu sagen, alles mรผsste so sein Das schlechte Gewissen ist die Erbse Auf der die Prinzessinnen schlafen gehen Schwarzes Geld in weiรŸen Hรคnden, alles bleibt wie es ist Ich bin und bleib ein Tourist Gehรถr zu denen, die es haben, die es definieren, hier investieren Und wissen, wie man jemandem Der alles braucht Braune, sรผรŸe Brause verkauft Man merkt, wo man stรถrt und man weiรŸ, wo man hingehรถrt Ich kann mich noch so viel schรคmen fรผr die Welt, aus der ich komme Man sagt: dieses รœberleben sei doch nichts Neues unter der Sonne Das schlechte Gewissen ist die Erbse Auf der die Prinzessinnen schlafen gehen Und sie ruhen bequem