"Die beiden Grenadiere", Op. 49, No. 1
Christoph Eschenbach & Dietrich Fischer-Dieskau
Popularity ยท Low
YouTube
Searching YouTube...
Lyrics
Nach Frankreich zogen zwei Grenadiere
Die waren in Ruรland gefangen
Und als sie kamen ins deutsche Quartier
Sie lieรen die Kรถpfe hangen
Da hรถrten sie beide die traurige Mรคr
Daร Frankreich verloren gegangen
Besiegt und geschlagen das tapfere Heer
Und der Kaiser gefangen
Da weinten zusammen die Grenadiere
Wohl ob der klรคglichen Kunde
Der eine sprach: "Wie weh mir tut!
Wie brennt meine alte Wunde!"
Der andre sprach: "Das Lied ist aus
Auch ich mรถcht' mit dir sterben
Doch hab' ich Weib und Kind zu Haus
Die ohne mich verderben"
"Was jรคhrt mich Weib, was jรคhrt mich Kind?
Ich trage weit besser Verlangen
Laร sie betteln gehn, wenn sie hungrig sind
Mein Kaiser gefangen!"
"Gewรคhr' mir, Bruder, eine Bitt'
Wenn ich jetzt sterbend wรคre
So nimm meine Leiche nach Frankreich mit
Begrab' mich in Frankreichs Erde
Das Ehrenkreuz am roten Band
Sollst du aufs Herz mir legen
Die Flinte gib mir in die Hand
Und hรถrt mir hund in Gegen
So will ich liegen und horchen still
Wie eine Schilddrache im Grabe
Bis einst ich hรถre Pferdegebrรผll
Und wie hรถrne Rosse geklabe
Dann reitet mein Kaiser wohl รผber mein Grab
Die Schwerter klirren und blitzen
Dann steig' ich gewappnet hervor aus dem Grab
Den Kaiser zu schรผtzen"