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Eltern - JTL

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Lyrics

Die Sonne geht unter und legt noch einmal ein leichtes Rouge auf das sterbende Tal, รผberschminkt alle Narben, der flรผchtige Schein vergangener Armut stellt sich wieder ein. Ich weiรŸ noch, der Himmel war meistens bedeckt und die Wรคlder getrรคnkt von langem, schwerem Regen, und unter uralten Eichen versteckt herrschten auf stolzen Hรถfen einsam, abgelegen Bauerngeschlechter, hochfahrend, hart, auch ich habe noch manche Eigenart beibehalten aus jener Zeit und sei es nur meine Langsamkeit. Auch ich stamme aus einem alten Geschlecht von Leibeigenen, noch mein Vater war Knecht, ein Rebell ohne Bildung und ohne Glรผck, das gรถnnte ihm kaum mehr als tรคglich ein Stรผck faden Brot ist gewรผrzt nur mit seinem SchweiรŸ, all seine verbissene Mรผhe, sie blieb vergebens. Doch gaben ihm als Belohnung und Preis am Ende seines kurzen schweren Lebens zwei hรคssliche Engel am Grab das Geleit, die Schwestern Ohnmacht und Bitterkeit, geerbt habe ich nur seine lange Wut, vielleicht auch ein wenig von seinem Mut. Es heiรŸt, Arbeit schรคndet nicht; sie tut es doch, so stand meine Mutter, ich sehe sie noch in der Hochsommerhitze gebรผckt auf dem Feld von Sorgen und schwerer Arbeit entstellt. Ich hรคtte sie spรคter gar reich beschenkt so wie ein Pirat, der von See zurรผckgekommen seine Mutter mit Gold und Brillanten behรคngt. Nur hat sie von mir nie etwas angenommen. Sie konnte nur geben, ihr Leben lang, nicht nur all die Lieder, die sie fรผr mich sang, auch die, die ich selber schrieb, denke ich mir und noch schreiben werde verdanke ich ihr.