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Winterreise, D911: 5 Der Lindenbaum

Schubert
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Lyrics

Am Brunnen vor dem Tore, Da steht ein Lindenbaum; Ich trรคumt' in seinem Schatten So manchen sรผssen Traum. Ich schnitt in seine Rinde So manches liebe Wort; Es zog in Freud' und Leide Zu ihm mich immer fort. Ich musst' auch heute wandern Vorbei in tiefer Nacht, Da hab' ich noch im Dunkel Die Augen zugemacht. Und seine Zweige rauschten, Als riefen sie mir zu: Komm her zu mir, Geselle, Hier findst du deine Ruh'! Die kalten Winde bliesen Mir grad' in's Angesicht, Der Hut flog mir vom Kopfe, Ich wendete mich nicht. Nun bin ich manche Stunde Enfernt von jenem Ort, Und immer hรถr' ich's rauschen: Du fรคndest Ruhe dort!