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Erlkönig
Lucadelic
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Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind
Er hat den Jungen wohl in dem Arm
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm
Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht
Den Erlkönig mit Kron und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif
Du liebes Kind, komm, geh mit mir
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir
Manch bunte Blumen sind an dem Strand
Meine Mutter hat manch gülden Gewand
Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht
Was Erlenkönig mir leise verspricht?
Sei ruhig (sei ruhig), bleib ruhig (bleib ruhig), mein Kind (mein Kind)
In dürren Blättern säuselt der Wind, Wind
Willst, feiner Knabe, du mit mir geh'n?
Meine Töchter soll'n dich warten schön
Meine Töchter führen den nächtlichen Reih'n
Und wieg'n und tanzen und singen dich ein
Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düster'n Ort?
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau
Es scheinen die alten Weiden so grau
Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt
Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an
Erlkönig hat mir ein Leids getan
Mein Vater
Mein Vater
Dem Vater grauset's, er reitet geschwind
Er hält in den Armen das ächzende Kind
Erreicht den Hof mit Mühe und Not
In seinen Armen das Kind war tot