Schubert: Winterreise, Op. 89, D. 911: No. 1, Gute Nacht
Popularity ยท Low
Listen
YouTube
0:00 / 0:00
Loading YouTube player...
Lyrics offset
Synced
Lyrics
Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh' ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauร.
Das Mรคdchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh', โ
Nun ist die Welt so trรผbe,
Der Weg gehรผllt in Schnee.
Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wรคhlen mit der Zeit,
Muร selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefรคhrte mit,
Und auf den weiรen Matten
Such' ich des Wildes Tritt.
Was soll ich lรคnger weilen,
Daร man mich trieb hinaus?
Laร irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus;
Die Liebe liebt das Wandern โ
Gott hat sie so gemacht โ
Von einem zu dem andern.
Fein Liebchen, gute Nacht!
Will dich im Traum nicht stรถren,
Wรคr schad' um deine Ruh',
Sollst meinen Tritt nicht hรถren โ
Sacht, sacht die Tรผre zu!
Ich schreibe nur im Gehen
An's Tor noch gute Nacht,
Damit du mรถgest sehen,
An dich hab' ich gedacht.