Skip to content

Warum....

Popularity ยท Low

Listen

YouTube

0:00 / 0:00
Loading YouTube player...
Lyrics offset
Synced

Lyrics

Warum bin ich nicht der Rasen, der empfรคngt in schรถner Nacht meine Schรคferin zum Schlafe, den die Liebe gut bewacht. Warum bin ich nicht die Brise, streichelnd รผber ihren Bauch, unter ihrem FuรŸ die Wiese und in ihrem Mund der Hauch. Warum bin ich nicht die Welle, die im SchoรŸe sie empfรคngt, warum bin ich nicht die helle Kette, die sie um sich hรคngt. Warum bin ich nicht der Spiegel, der ihr schรถnes Antlitz zeigt, ihren Augen dieses Siegel ihrer Pracht entgegenneigt. Warum bin ich nicht die Meise, die sie froh und heiter macht, immer wieder singt sie leise: Kรผsse, Kรผsse, Tag und Nacht. Warum bin ich nicht das Hรผndchen, das auf ihren knien liegt, dieses kleine feuchte Mรผndchen, das sich nahe an sie schmiegt. Warum bin ich nicht die Laute, รผber die ihr Finger schwirrt, zรคrtlich klingt mir die vertraute Stimme, die das herz verwirrt. Nur ein Zupfen dieser Schรถnen nรคhme mich sogleich hinfort, alle meie Saiten tรถnen mit den ihren im Akkord. Warum bin ich nicht die Spindel, ich kรถnnt ja immer bei ihr stehn, und in einem sรผรŸen Schwindel wรผrde ihre hand mich drehn. Warum bin ich nicht der Rocken, den sie feuchtet mit dem Mund, ich wรคre ja nie verdorrt und trocken, wรคr so glรผcklich und gesund. Warum kann ich nicht im Fluge eines Traums ihr Herz erstehn, warum kann ich nicht vom Truge in die Wahrheit รผbergehn. Aber Ehrgeiz hat auf Erden meine brust so stolz geschwellt: alles mรถcht ich gern werden, alles, was ihr wohlgefรคllt.