Das Rheingold / Act 2 - Wagner: Das Rheingold, WWV 86A / Zweite Szene - "Was sagst du? Ha, sinnst du Verrat?"
Berliner Philharmoniker, Dietrich Fischer-Dieskau, Herbert von Karajan, Karl Ridderbusch, Martti Talvela
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Was sagst? Ha? Sinnst du Verrat am Vertrag?
Wie dein Schwert er, sind sie dir Spiel
Des verhassten Bundes Runen?
Getreu'ster Bruder, merkst du Tropf nun Betrug?
Nichts, Sohn du! Leichtgefรผgter, hรถr und hรผte dich!
Vertrรคge halte treu!
Was du bist, bist du nur durch Vertrรคge
In Wonne rist, wohl bedacht deine Nacht?
Bist weiser du, als witzig wir sind
Bandest uns Freier zum Frieden du
All deinen Wissen floh ich, nun fliehe weit dein Frieden!
Weiรt du nicht, offen, ehrlich und frei
Vertrรคge zu wahren, die Treu?
Ein dummer Riese rรคt dir das
Du Weiser, wiss es von ihm!
Wie schlau, wie ernst du achtest
Was wir zum Scherz nur beschlossen!
Nur die liebliche Gรถttin, licht und leicht
Was taugt euch Tรถlpeln ihr Reiz?
Hรถhst du uns? Ha, wie unrecht!
Hier nur die Schรถnheit herrscht
Schimmernd Hera's Geschlecht!
Wie tรถricht strebt ihr nach Diamanten!
Stein setzt um Burg und Saal
Weibers Wonne zum Pfand
Wir Plumpen plagen uns, schwitzen mit schwieliger Hand
Ein Weib zu gewinnen, das wonnig und mild
Bei uns Armen wohne
Und verkehrt nennst du den Kauf!
Schweig, mein faules Schwatzen!
Gewinn werben wir nicht
Freias Haft hilft wenig
Doch viel gilt's, den Gรถttern sie zu entreiรen
Goldne รpfel wachsen in ihrem Garten
Sie allein weiร die รpfel zu pflegen
Der Fruchtgenuร frommt ihren Sippen
Zu ewig nie alternde Jugend
Sich und bleich doch sinkt ihre Blรผte
Alt und schwach schwinden sie hin
Mรผssen Freia sie missen!
Ihrer Bitte drum sei sie entfรผhrt!
Wo gesรคumt so lang?
Licht, gib nun Bescheid!
Ward wo wandern sollt?
Ein andrer, Freia, allein