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Schaukeln in Ruinen
Stillste Stund
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Endlich findet sich wieder Zeit für ein wenig Offenheit
Für einen unverhohlenen Austausch
Auf der direktesten und unmissverständlichsten aller Ebenen
Zeit für machtvolle Demonstrationen mit nachhaltigen Eindrücken
Ohne lästige Rücksicht auf irgendwelche Regeln oder Verluste
Zeit für gleißende Lichtspiele
Die illustre Umrisse schaukelnder Kinder
Auf die Mauern der ohnehin überfüllten Städte brennen
Womöglich auf die Mauern in unseren Köpfen
Aber ganz sicher nicht
In den Beton
In einigen Herzen
Wir schaukeln
Wir schaukeln
Es starren leere Augen
Sie kennen keine Fahnen
Sie kennen keine Nationen
Sie sind die Zukunft eurer Welt
Auf Schaukeln in Ruinen
Wir schaukeln
Wir schaukeln
Auf Schaukeln in Ruinen
Es starren leere Augen
Unter Asche tränenwund
Wir schaukeln
Wir schaukeln
In den Trümmern eurer Welt
Spüren, dass ihr sie nicht seht
Während sich eure Welt um euch nur dreht
Wir schaukeln
Ein, zwei, drei
Wir schaukeln
Ein, zwei, drei
Was habt ihr euch dabei gedacht?
Sie spürten Wind auf dem Gesicht
Habt Unheil über sie gebracht
Was der Rücksichtslose will, das nimmt er sich
Es ist wohl immer nur eine Frage der Zeit
Bis jede Fassade bröckelt und bricht
Bis Licht das Dunkel erfüllt
Und eine grausame Fratze sich enthüllt
Nun, Mensch, zeig dein wahres Gesicht
Frei und aufrecht, nicht mehr länger nur im Dämmerlicht
In deiner tyrannischen Welt darf es keinen Platz für Unschuld geben
Dir und deinen Launen traue ich auch weiterhin nicht
Und als Narziss sich über das Wasser beugte
Erblickte er sein Spiegelbild (Hörst du mich?)
Und verliebte sich darin (Du hörst mich nicht)
Nun Mensch, zeig dein wahres Gesicht
Macht und Gier
Bringen stets deine eigentliche Natur ans Licht
Stürzen alles rücksichtslos in tiefste Dunkelheit
Deine Welt braucht ihre Kinder
Ganz offensichtlich nicht
Oftmals siehst du sie nicht einmal
Oder höchstens als eine Art
Unwürdige Erweiterung
Deines fantastischen Selbst
So hohe Wogen lassen sich nicht mehr einfach glätten
Diese Fratze hat sehr viele Facetten
Wir schaukeln
Wir schaukeln
Auf Schaukeln in Ruinen
Es starren leere Augen
Unter Tränen aschewund
Wir schaukeln
Wir schaukeln
In den Trümmern eurer Welt
Halten sich an Träumen fest
Während Dunkel sich in ihre Seelen frisst
Doch starre Augen blicken oft in's Grenzenlose
Und so springen nicht wenige genau dort hin ab
Die Häupter voller Asche
Die Taschen voller Bürden, Zweifel, Ängste und Bedauern
Doch auch voller Blütensamen
Hinausgestreut
Jenseits aller Mauern
Zurück bleiben leere Schaukeln
Sachte schwankend
Inmitten von Ruinen