Die Zauberflöte, KV.620 Erster Aufzug 'Zum Ziele führt dich diese Bahn'
Soloists of the Tölzer Knabenchor/Christoph Strehl/Andreas Bauer/Danilo Formaggia/Mahler Chamber Orchestra/Claudio Abbado/Arnold Schoenberg Chor/Erwin Ortner/Tobias Beyer/Georg Zeppenfeld
Popularity · Low
YouTube
Searching YouTube...
Lyrics
Zum Ziele führt dich diese Bahn
Doch mußt du Jüngling männlich sein
Drum höre unsere Lehre an; sei standhaft, duldsam und verschwiegen
Ihr holden Knaben, saget an, ob ich Pamina retten kann!
Bist du zum Tod bestimmt, naht's nicht an
Sei standhaft, duldsam und verschwiegen
Bedenke dies: Kurz, sei ein Mann
Dann Jüngling höchst du männlich segen
Die Weisheitslehre dieser Knaben sei ewig mir ins Herz gegraben!
Wo bin ich nun?
Was wird mit mir?
Ist dies der Sitz der Götter hier?
Doch zeigen die Pforten, es zeigen die Säulen, daß Klugheit und
Arbeit und Künste hier weilen; wo Tätigkeit thronet und Mäßiggang
Weicht, erfährt seine Herrschaft das Laster nicht leicht
Ich wage mich mutig zur Pforte hinein
Die Absicht ist edel und lauter und rein 'Erzittre', feiger Bösewicht!
Paminen Retten ist mir Pflicht
Zurück!
Zurück?
Zurück!
So wag ich hier mein Glück
Zurück!
Auch hier ruft man zurück
Da seh ich noch eine Tür
Vielleicht find ich den Eingang hier
Wo willst du, kühner Fremdling, hin?
Was suchst du hier im Heiligtum?
Der Lieb' und Tugend Eigentum
Die Worte sind von hohem Sinn
Allein wie willst du diese finden?
Dich leitet Lieb' und Tugend nicht, weil Tod und Rache dich entzünden
Nur Rache für den Bösewicht
Den wirst du wohl bei uns nicht finden
Sarastro herrscht in diesen Gründen
Ja, ja!
Sarastro herrschet hier
Doch in der Weisheit Tempel nicht
Er herrscht im Weisheits Tempel hier
So ist denn alles Heuchelei
Willst du schon wieder gehn?
Ja, ich will gehn, froh und frei, nie euren Tempel sehn
Erklär dich näher mir!
Dich täuschet ein Betrug
Sarastro wohnet hier
Das ist mir schon genug
Wenn du dein Leben liebst, so rede, bleibe da
Sarastro hassest du
Ich hass ihn ewig
Ja
Nun gib mir deine Gründe an
Er ist ein Unmensch, ein Tyrann!
Ist das, was du gesagt, erwiesen?
Durch ein unglücklich Weib bewiesen, das Gram und Jammer niederdrückt
Ein Weib hat also dich berückt?
Ein Weib tut wenig, plaudert viel
Du Jüngling glaubst dem Zungenspiel?
Oo-Rastro dir, die absicht seiner handlung führ
Die absicht ist nun allzu klar
Riß nicht der räuber ohne erbarmen Paminen aus der mutter armen?
Ja, Jüngling, was du sagst, ist wahr
Wo ist sie, die er uns geraubt?
Wann opferte vielleicht sich schon?
Dir dies zu sagen, teurer Sohn, ist jetzt und mir noch nicht erlaubt
Erklär dies Rätsel, täusch mich nicht
Die Zunge bindet Eid und Pflicht
Wann also wird das Dunkel schwinden?
Sobald dich führt der Freundschaft Hand ins Heiligtum zum ew'gen Band
O ew'ge Nacht, wann wirst du schwinden?
Wann wird das Licht mein Auge finden?
Bald, bald, bald, sagt ihr oder nie
Ihr Unsichtbaren, saget mir, lebt denn Pamina noch?
Bald, bald, bald, lebet noch
Sie lebt, sie lebt, ich danke euch dafür
O wenn ich doch imstande wäre, Allmächtige, zu eurer Ehre, mit
Jedem Tone meinen Dank zu schildern, wie er hierher entsprang