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Lohengrin, WWV 75 / Act 2 : Ortrud, wo bist du?

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Schauburg, wo bist du? Hier, zu deinen FรผรŸen! Ach Herr Gott! So muss ich dich erblicken Die ich in Stolz und Pracht nur sah Es will das Herze mir ersticken Seh ich so niedrig dich mir nah! Stehe auf, O schweiniger Deinbitten! Trugst du mir Hass, verzeih ich dir Was du schon jetzt durch mich gelitten Das bitte ich, verzeih auch mir! O habe Dank fรผr so viel Gรผte Der morgen nun mein Gatte heiรŸt Anfleh ich sein liebreich Gemรผte Dass Friedrich auch er Gnade erweist Du fesses mich in Dankeswandeln Frรผh lass ich bereit dich sehn Geschmรผckt mit prรคchtigen Gewanden Sollst du mit mir zum Mรผnster gehn Dort habe ich das ferne Bein Vor Gott sein eh'gemahl zu sein! Wie kann ich solche Huld dir lohnen Da machtlos ich und elend bin? Soll ich in Gnaden bei dir ruhen Stets bleibe ich die Bettlerin Nur eine Kraft ist mir gegeben Sie raubt mir kein Machtgebot Durch sie vielleicht schรผtz ich dein Leben Bewahr es vor der reinen Not! Wie meinst du? Wohl, dass ich dich warne Zu blind nicht deinem Glรผck zu trauen Dass nicht ein Unheil dich umgarne Lass ich fรผr dich zur Zukunft schweigen! Kรถnntest du erfassen Wie dessen Art so wundersam Der nie dich mรถge so verlassen Wie er durch Zauber zu dir kam! Du ร„rmste kannst wohl nie ermessen Wie zweifellos dein Herze liebt Du hast wohl nie das Glรผck besessen Das sich uns nur durch Glauben gibt! Kรผsse dich der alte Gatte Und er schenkt dir ein Herzenspaar! Du schaukst im Glรผcke so frei Wie ein Vogel auf der Wiese Der die Sonne nicht verwehrt Doch du bist kein Vogel Du bist ein Hase, der die Nase verliert Du hast wohl nie das Glรผck besessen Das sich uns nur durch Glauben gibt!Wie sรผss die Wonne, reinster Traum LaรŸ zu dem Glauben dich bekehren! Es gibt ein Glรผck, das Unheil rรคum! Wo dieser Stolz, der soll mich hรถhnen? Wie ich bekรคmpfe dieses Weib! Vor dieser Tat lehrt mich nur die Lehre Wie will ich die Waffen kehren? Durch ihren Hochmut wird mir geheilt Durch ihren Hochmut wird mir rรคum! So zieht das Unheil in dies Haus Vollfรผhre, Weib, was deine List ersonnen! Dein Werk zu hemmen fรผhl' ich keine Macht Das Unheil hat mit meinem Fall begonnen Nun schรผtze, Nacht, die mich dahingebracht! Nun keine Sรผnde mannend vor mir stehn! Der Rรคuber meiner Ehre soll vergehn!