La Boheme - Gesamtaufnahme in deutscher Sprache, 1. Bild: Schon zeigen sich die Zeichen der Apokalypse!
Stefan Soltesz
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Schon zeigen sich die Zeichen der Apokalypse!
Am heil'gen Weihnachtstabe ist das Pfandhaus geschmolzen!
Da brabe ein Flämmchen!
Schweige! Man gibt mein Drama
Ins Feuer!
Es glänzt von munterer Laune!
Lebhaft!
Doch kurz von Dauer!
Gut und begnadet! Mein Vorzug!
Gib, Autor, dir den Stuhl her!
Die Intermezzen sind zum Sterben fade!
Vorwärts!
Wer zeigt der Aktion?
Bitte um Ruhe!
Welche tiefe Weisheit!
Farbiger Glanz!
In diesen bläulich zuckenden Flammen zehrt eine Liebesszene sich auf
Ein Blättchen knistert
Das waren Küsse!
Dein Akte! Möcht ich auch einmal sehen!
So ist die kühne Idee vollendet!
Schön ist's in Flammen heiter vergehen!
O Gott, schon verlöschen die Flammen!
Welch eitles, vergängliches Drama!
Es glimmert, es knistert und stirbt!
Steigt nieder, und zischt den Augen aus!
Brennholz, Zigarren!
Bordeaux!
Brennholz!
Bordeaux!
Mit des Wortes ganz erfüllter Hand
Das Schicksal uns benach
Ja, toller Metall!
Ihr kommt dankt auf Dankersprechen!
Sie rollen, sie rollen!
Nur blech ist das Zeug da!
Hör doch, Cesillo, welch ist dies das Bild?
Des Louis Philippe, ich erweis ihm die Ehr!
Wie der König von Frankreich zerfüllen muß!
Nun hör mich an!
Dies Gold hier, nein, dieses Silber
Hat folgende Geschichte
Also wir in Camina
Im grausamen Kölzer
War ein englischer Herr
Ein Lord Milord, vielleicht, man weiß nicht
Der Musik erwogen
Ei, hier wird's unsre Zeit
Ich fischte ihn zu, nun gib her!
Und stell mich vor
"Ich gönne Euch Frank."
Süßer Pastir!
Ein weiter Braten!
Nun fangen wir die Stunden an
Er starrt ins Aug mir, da nickt er gar gewichtig
Und mich betracht des Abends
Die Antwort: "Well?" - "Sogleich!"
Blickt dort sie, denn abermals zeigt er mir
Den ersten Stock
Und den nächsten
Wieder sollen sie die Scherben gehoben
Du, der Sockel, die brüchigen Lichter sah'n!
Und mich sah's die Stiege
"Verdammt!" - "Lass ihn, der Kerl!"
Und nun gesprochen, meintet er das Wesen
Die Dienerin des Hauses, und ich es nun erwiesen
Ein Essluder ist's!
Ide!
Wer ist emotional?
Bestes Papier!
Im Boden drückt er sich nieder, die Weih'
Dann ist die Lust von diesem Feiertun!
Und weit die Flügel spreizend
Denkt er als Philosoph frei
Den Schnabel sperr' ich auf
Doch für den Schlossbesuch bleibt es nur giftig lebenshaft
Euch hole allzusammen leicht der Teufel!
Was soll das heißen?
Nein, mir diese Speisen
Gingen erst an den Magen
Wenn wir in Not sind
Einst in schlimmen Tagen
Zu Hause essen am heil'gen Weihnachtsabend
Wo das Kandelatar die Straßen ziert
Mit Leckerei'n, und wo es den Ganzen lasten
Dort, wo der Duft von frischen Kuchen
Köstlich und süß die Luft durchzieht
Ha! und junge Mädchen friedlich singen
O du sel'ge Weihnachtszeit!
So ganz gehegt, o armen sich zu wenden
Meinem König Religion
O meine Herren!
Hier dürft ihr trinken, essen außer Haus