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Das Rheingold, dritte Szene: “Nibelheim hier” (Loge, Mime, Wotan)

Richard Wagner
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Nebelheim hier! Durch bleiche Nebel, was blitzen dort feurige Funken? Au! Au! Au! Hier stöhnt es laut, was liegt im Gestein? Was Wunder wimmerst du hier? Ai! Ai! Au! Au! Hei, Mime, muntrer Zwerg, was zwickt und zwackt dich denn so? Lass mich in Frieden Das will ich freilich Und mehr noch, hör, helfen will ich dir, Mime Wer helfe mir? Gehorchen muss ich dem weiblichen Bruder, der mich im Bande genickt Dich, Mime, zu binden, was gab ihm die Macht? Mit arger List schuf sich Alberich aus meines Gold einen gelben Reif Seinem starken Zauber sitzen wir staunend Mit ihm zwingt er uns alle, der Niblungen mächt'ges Heer Sorglose Schmiede schufen wir sonst wohl Schmuck, unsern Weibern Wonnig Geschmeid, niedlicher Niblungentand Wir lachten lustig der Müh'n Nun zwingt uns der Schlimme in Klüfte zu Schlüpfen, wie ihn allein und simmer zu hühn Durch des Ringes Gold errät seine Gier Wo neuer Schimmel im Schachten sich birgt Da müssen wir spähen, spüren und graben, die Beute schmelzen und Schmießen den Guss, ohne Ruh und Pass, dem Herrn zu häufen den Haß Dich Trägen soeben traf unser Zorn Mich Ärmsten, ach! Mich zwang er zum Ärgsten Ein Helmgeschmeid hieß er mich schweißen Genau befahl er, wie es zu fügen Wohl merkt ich klug, welch mächt'ge Kraft Zu eigenem Werk das aus Herz sich lob! Für mich drum hüten wollt' ich den Helm Durch seinen Zauber Albrigs Zwang mich entziehn Vielleicht, ja vielleicht, den Lästigen selbst überlisten In meine Gewalt ihn zu werfen, den Ring ihm zu entreißen Dass ich Knecht jetzt dem Kühnen mir freil es hell dran fächt Warum du Kluger, glückte dir's nicht? Ach, der das Werk ich wirkte Den Zauber, der ihm entzuckt, den Zauber erriet ich nicht recht Der das Werk mir riet und mir's entriss, der lehrte mich Nun doch leider zu spät, welche List läge in dem Helm Meinen Blick entspannt er auf spielendem Blinden klug und schaubas ein Auge Das schuf' ich mir Dummen schön zu Dank Gesteh, nicht leicht gelingt der Feind Doch er lügt, der Feind Hilf deine List Mit eurem Gefrahre, wer seid denn ihr Fremde? Freunde hier Von ihrer Not befreien wir der Niblungen Volk