Skip to content
Lyric
Dive
Public playlists
My playlists
Search
Sign in
IIIII EXODUS
Antrisch
Popularity · Low
+
🇩🇪 German · Original
0
0
Listen
YouTube
1
2
3
0:00 / 0:00
Loading YouTube player...
Lyrics offset
Synced
Lyrics
Original
Translation
Bilingual
Ein Hoffnungsfunke flackert wie ein Irrlicht auf dem Eis
Bald schwach, bald fahl und stirbt, weil niemand ihn zu nähren weiß
Suchtrupp für Suchtrupp verschollen im sonnenlosen Vorweltgrau
Kein Kundschafter findet das Ende der Qual - nur das eigene
Wir schleppen das, was von uns blieb durch raue Tundra südwärts
Und nehmen uns den Sisyphos zum Leitbild (Leidbild!)
Die Kälte webt beständig ihr Geflecht um uns're Herzen
Um uns. Und in uns. Nur grau
Tristes grau
Prozession der letzten 30 Qallunaat
Elendshäuflen, allmählich dezimiert auf Null
Klagegeheul, Mann und Sturm im Schreit
Diese würgende Dichte an Dramen
Gestrauchelt wird nicht nur auf den Frostschuttfeldern
Weiß verschmutzt zu grau und wird am Ende wieder weiß
Geröll und Schnee im Wechsel folgt Barriere auf Barriere
Vor uns, in uns, mit uns nur Verdruss, Missmut und Leere
Die Kriechspur, die wir ziehen, ist gesäumt von uns'ren Toten
Und jene, die noch sterben, zieh'n wir auf Schlitten als Vorboten
Für unser aller Schicksal, das seit langem schon uns schwant
Dort, vorn am Bug hab' ich Saturn als Steuermann erkannt
Sichelschwingend weiht er jeden Mann auf diesem Gang
Bis endlich auch der Letzte ist verfall'n dem Todesdrang
Krankenbiwaks zu Totenhalden
Vom Qualtross ausgeschieden
Abschiedsmär von Wiederkehr
Überdruss im Überfluss
Mitleidlos leide ich mit
Wer hat das Schürfrecht an meiner Seele?
Ich muss bestehen
Auf meinem Leben
Zuerst verging das Empire
Dann starb Gott
Am Ende ich
Am Ende
Widerwillen
Einverständnis
Meine Passage
Grau, weiß, schwarz
Matrosenreste zwischen morschen Zähnen
Gefrorener Geifer
Eisstarrer Eifer
Bleierne Trübnis
Horizontlose Ödnis
Das Leben zieht sich zurück aus allen Gliedern
Sterben Stück für Stück
Und nichts will ich auf die Frage erwidern
"Kehre ich jemals zurück?"
Vollends vereinnahmt vom arktischen Eis
Wird mein restliches Dasein bald eins mit dem Weiß
Ein letzter Blick flieht über erstarrte Wogen
Mein erlöschendes Dasein krönt ein Nebelbogen
Homo proponit, sed Deus disponit