All Die Strassen (1998)
Aufbruch
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All' Deine Trรคume sind handgemacht, hast sie selbst gedreht und
ausgelacht. Nur eine Trรคne stirbt am nรคchsten Morgen auf Deinem
Kinn. Deine Hand greift nach Deinem Spiegelbild, sie tut das,
was ihr der Kellner empfiehlt und wรผrde doch so gern ihrem
Schicksal entfliehen.
All' die Straรen, die wir gehen, sind windig. Und die Lichter, die
uns fรผhren, machen uns blind. Vielleicht kannst Du mir sagen:
Was ist richtig? Was passiert hier? Wo wir leben, wo wir jetzt
sind? Wo wir jetzt sind?
All' die Gefรผhle sind aufgebauscht, im Qualm klingt das Ganze
ziemlich verrauscht. Die Uhren machen eine Treibjagd auf die
Zeit. Ich glaub' nicht mehr das, was in der Zeitung steht oder was
der Hahn auf seinem Haufen krรคht und daร ich Dich geliebt hab'
tut mir wirklich leid.
All' die Leute um uns rum sind tot, wenn ich Dich kรผsse kriege
ich Fernsehverbot. Ich will beides, also hauche ich meine Lippen
auf Deinen Mund. Ich bekenne: Ich bin ein Terrorist, wenn Liebe
fรผr den Staat ein Anschlag ist. Und all' die grauen Bankfassaden
sprayen wir bunt.