Sonett, D. 628: "Apollo, lebet noch dein hold Verlangen"
Dietrich Fischer-Dieskau, Gerald Moore
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Apollo, lebet noch dein hold Verlangen, das an
Tessalscher Flut die blonden Haare in dir entflammt?
Und ist's im Lauf der Jahre nicht unter in Vergessenheit gegangen?
Ob Frost und Nebel welches weiblich Hangeln
So lang sich uns dein Antlitz birgt das Klare!
Jetzt dich, geehrte, heilige Lob bewahre
Wo du zuerst und ich dann ward gefangen
Und durch die Kraft von dem verliebten Hoffen, das in der Jugend nicht
Dich lieร vergehen, lass, von dem Droh befreit, die Luther warmen
So werden wir, vom Staunen froh getroffen, im Grรผnen, im Grรผnen
Unsre Herren sitzen sehn und sich beschatten mit den eigenen Armen
Und sich beschatten mit den eignen Arme