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Ursprung Parodoxon
Stillste Stund
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Die Funken des Feuers
Steigen hoch in den nächtlichen Himmel hinauf
Und wirbeln umher wie ein rasendes Sternbild
Während das unruhige Licht meinen Schatten
Auf der Waldlichtung hin und hertanzen lässt
Die Hitze brennt in meinen Augen
Bis sie trocken und wund in ihren Höhlen liegen
So federleicht, als wollten sie meinem Kopf entschweben
Und mit dem Luftstrom über den Flammen
Sachte schwankend in die Dunkelheit aufsteigen
Für einen Blick in andere Welten
Während die Hitze meine Gedanken
Wie trockenes Laub verbrennt
Wärst du Blatt, so wäre ich Zweig
Denn ich habe dich erschaffen
Wärst du Zweig, so wäre ich Ast
Denn du bist aus mir entsprungen
Wärst du Ast, so wäre ich Stamm
Mein Übermut hat dich erschaffen
Wärst du Stamm, so wäre ich Wurzel
Denn du nährst dich nur durch mich
Meine losgelösten Augen blicken ins All
Ich betrachte Lichtfäden
Die mit enormer Geschwindigkeit an mir vorüberziehen
Sehe unglaublich intensive Farben und abstrakte Formen
Die mir die Unermeßlichkeit von Raum und Zeit verdeutlichen
Ich reise an einem Nebelschleier
Von unbeschreiblicher Schönheit vorüber
Die restlichen Staubpartikel eines Sterns
Der vor Tausenden von Jahren explodiert sein muss
Ich entdecke eine rotierende, leuchtende Gaswolke
Die sich zu einem Wasserstoff-Helium-Ball verdichtet
Und ein atomares Feuer freisetzt
Die Geburt einer Sonne
Ich beobachte in Sekundenbruchteilen das Entstehen von Leben
Auf einem im All dahintreibenen Staubkorn
Und seinen Untergang
Ich sehe weitere Sonnen schrumpfen oder explodieren
Weißer Zwerg oder Supernova
Zwischen Urknall und Endknall
Zwischen Expansion und Kontraktion
Zwischen Anfang und Ende von Raum und Zeit
Ich schließe meine Augen
Wärst du Wurzel, so wäre ich Boden
Denn ich gebe dir deine Nahrung
Wärst du Boden, so wäre ich Land
Denn du bist ein Teil von mir
Wärst du Land, so wäre ich Kontinent
Denn ich bin dir deine Heimat
Wärst du Kontinent, so wäre ich Planet
Driftest du doch auf meiner Glut
Meine losgelösten Augen blicken ins Innere
Ich sehe die Welt wie durch ein Kaleidoskop
Farbig flimmernd und in ständigem Wechsel
Verschwommen erblicke ich ein faseriges Netzwerk
Aus Proteinfäden, bewege mich inmitten von Fett und Eiweißmolekülen
Ich durchbreche zusammen mit elektrisch geladenen Teilchen
Eine Membran, bewege mich durch Zellplasma hin zum Kern
Und erblicke die Riesenmolekülkette der Erbsubstanz
Ich schieße durch die DNS
Durch Spiralnebel von Molekülen
Und blitzenden Elektronenstäubchen
Und wieder hinaus in das Sternengeflecht
Des Universums voll leuchtender Farben
Ich öffne meine Augen
Wärst du Planet, so wäre ich Sonne
Denn ich bin das Zentrum deiner Bahn
Wärst du Sonne, so wäre ich Galaxie
Denn du bist nur ein Punkt in mir
Wärst du Galaxie, so wäre ich Universum
Denn du treibst durch meine Weiten
Wärst du Universum, so wäre ich göttlicher Gedanke
Denn du expandierst im Geiste mir