Siegfried - Zwe Auf. "Wir sind zur Stelle! Bleib hier stehn!"
Herbert von Karajan: Berliner Philharmoniker; Jess Thomas, Gerhard Stolze, Thomas Stewart, Zoltán Kelemen, etc.
Popularity · Low
YouTube
Searching YouTube...
Lyrics
Wir sind zur Stelle
Bleib hier stehen
Hier soll ich das Fürchten lernen?
Fern hast du mich geleitet eine volle Nacht im Walde
Selbander wanderten wir
Nutzt du immer mich meinen?
Lern mich hier nicht, was ich lernen soll, allein seh ich dein Weib
Dich endlich werd ich mal los
Glaube Liebster, lernst du heut und hier das Fürchten nicht?
An anderem Ort, zu andrer Zeit, schwerlich erfährst du's je
Siehst du dort den dunklen Höhlenschlund?
Darin wohnt ein gräulich-wilder Wurm
Unmaßen grimmig ist er und groß
Ein schrecklicher Rachen reißt sich ihm auf, mit Haut und Haar
Auf einen Happ schlägt der Schlimme dich wohl
Gut ist's, den Schlund ihn zu schließen
Drum biet ich mich nicht ihm gewiss
Giftig gieße ich einen Geifer ihm aus
Wem mit des Speichels Schweiß er verspeit
Dem schwinden wohl Fleisch und Gebein
Dass des Geiffers Gift mich nicht sehre weich ich zur Seite dem Wurm?
Einen Schlangenschweif schleckt sich ihm auf
Wenn er damit umschlingt und fest umschließt
Dem brechen die Glieder wie Glas
Ohne Schweißes Schwang mich zu fahren halt ich den Argen im Aug'
Doch heiße mich das?
Hat der Wurm ein Herz?
Ein grimmiges hartes Herz
Was sitzt dem doch, was jedem schlägt?
Frag mich's Mann oder Tier
Mir bist Knabe, doch für uns auch der Bub
Jetzt kommt dir das Fürchten wohl an?
Notung, stoß ich den Stolzen ins Herz
Soll das etwa Fürchten heißen?
Geh du da hin, ist das alles, was deine List mich lehren kann?
Fahr deines Wegs dann weiter
Das Fürchten lern ich hier nicht
Wart es nur ab
Was ich dir sagen, dünke dich tauber Schall
Ihn selber musst du hören und sehen
Die Sinne vergehen dir dann schon
Wenn dein Blick verschwimmt, der Boden dir
Schwankt, dem Busen wunderwerter Beben
Dann dankst du mir, der dich führte
Gedenkst, wie Mime dich liebte
Du sollst mich nicht lieben
Sag, ich will nicht
Nun aus den Augen mir, lass mich allein
Sonst halt ich's hier länger nicht aus
Fängst du von Liebe gar an?
Das eklige Nicken und Augenzwicken
Wann endlich soll ich dich mir sehen?
Wann will ich den Albernden los?
Ich lass dich schon
Am Quell dort lab dich nicht
Steh nun nur hier
Steigt dann die Sonne zur Höhe, merk auf den Wurm
Aus der Höhle wälzt er sich her
Hier vorbei biegt er an, am Brunnen sich zu tränken
Mime, weilst du am Quell?
Dahin lass ich den Wurm wohl gehen
Notung stoß ich ihm erst in die Nieren
Denn er nicht selbst wird mit weggesoffen
Darum hör meinen Rat
Raste nicht dort an der Kehre ich dich weg
So weit du kannst, und komm wieder zu mir
Nach reißlichem Streit dich zu erfrischen
Wirst du mir wohl nicht wehren
Rufe mich auch, darbst du des Rates?
Oder wenn dir das Fürchten gefällt?
Fafner und Siegfried, Siegfried und Fafner, oh, rächten beide sich um